[Darstellung Größer 1 wählen.] [zum Inhalt (Taste Alt+8).] [zur Auswahl (Taste Alt+7).] (Taste Alt+6).

.

Bitte Hände weg von den Spielplätzen! :

Familie

Hans Marz bei der Spielplatzbesichtigung.

In der Hauptausschuss-Sitzung am kommenden Dienstag, 18. November, soll über die mögliche Veräußerung von Teilflächen auf zwei Spielplätzen im Gemeindegebiet entschieden werden. Das gefällt unserer SPD-Fraktion gar nicht. Deshalb haben Annette Luckner, Hans Marz, Reinhard Pentz und Rochus Stiegler eine Mail an Bürgermeister und Gemeinderäte geschickt, die wir hier abdrucken:

Sehr geehrter Bürgermeister,

sehr geehrte Gemeinderäte,

in der nächsten Hauptausschuss-Sitzung am kommenden Dienstag steht die Veräußerung von Teilflächen zweier Spielplätze auf der Tagesordnung. Das hat die SPD-Fraktion etwas erstaunt, weil vor einigen Wochen schon einmal diese Diskussion in einer Ausschuss-Sitzung hochgekommen war und wir damals so verblieben sind, erst einmal die Überlegungen bezüglich der Spielplätze abzuwarten, die ich gerade zusammen mit meinem Kollegen Hans Marz erarbeite.

Bis wir uns alle grundsätzlich mit der Thematik auseinandergesetzt haben, sollte doch bitte keine Entscheidung gefällt werden. Nach den Weihnachtsferien sind Hans Marz und ich so weit, dass wir im Gemeinderat oder Ausschuss berichten können. Was mir als Jugendbeauftragte allerdings noch viel wichtiger ist: Wir dürfen nicht ohne Not die wenigen Möglichkeiten, die Kinder und Jugendliche in unserer Gemeinde haben, im wahrsten Sinne des Wortes „beschneiden“. Flächen, die verkauft sind, sind endgültig weg!

Auch wenn an der einen oder anderen Stelle im Moment nicht so viele Kinder sind, wäre es schade, Spielflächen zu verkleinern oder gar zu streichen. Dies wäre das falsche Signal an unsere Familien und an die Bürgerinnen und Bürger. Wichtiger wäre, die Spielplätze sinnvoller zu nutzen: Wir haben uns schon einen Überblick verschafft und konnten feststellen, dass wir eine sehr ungleiche Verteilung im Gemeindegebiet haben und dass die Ausrichtung auf die Altersgruppen sehr einseitig ist. Im Vergleich mit anderen Kommunen haben wir eher weniger Plätze und Flächen, mit zum Teil wenig attraktiver Ausstattung.

Kinder- und Jugendarbeit sind zwei harte Standortfaktoren, kein „Gedöns“, das erkennen Gemeinden landauf, landab. Da wäre es aus unserer Sicht ein fatales Zeichen, die Spielplätze jetzt räumlich einzuengen oder gar zu streichen. Wir verstehen die Begehrlichkeiten und unsere finanzielle Lage als Gemeinde ist nicht rosig, aber wer heute den Kindern den geringen Platz wegnimmt, den sie haben, wer Jugendlichen keinen Freiraum im wörtlichen Sinn bietet, der nimmt ihnen auch ein Stück weit Heimat und das Gefühl, dass man auch ihre Ansprüche ernst nimmt. Das müssen wir uns bewusst machen.

Die Attraktivität der Spielplätze an die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen anzupassen, die dort gerade wohnen, das muss unser Ziel sein. Und dazu braucht es auch Frei-Raum und der darf ruhig ein bisschen größer sein als eine Doppelgarage – auch wenn wir alle Gärten haben. Kinder und besonders auch Jugendliche wollen nicht immer unter Aufsicht stehen. Deshalb unser dringender Appell: Hände weg von den beiden Flächen!

Annette Luckner im Namen der SPD-Fraktion

 

- Zum Seitenanfang.