Jahresrückblick 2020

Veröffentlicht am 19.01.2021 in Ortsverein

Jahresrückblick SPD Ortsverein Dinkelscherben

Das Jahr 2020 war global gesehen geprägt von der Corona Pandemie, die uns noch eine Weile beschäftigen wird. Auch für unseren Ortsverein brachte diese weltweite Infektionswelle Einschränkungen mit sich. Persönlicher Austausch und Versammlungen wurden zu Problemen, da immer mit Unsicherheit der Ansteckungsgefahr verbunden.

Kommunalwahl 2020   

Der Beginn des Jahres stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Kommunalwahl. Die  Kandidatenaufstellung ergab folgendes Ergebnis: Pentz Reinhard, Salzger Rebecca, Stiegler Michael, Pentz Elisabeth, Marz Hans, Madalenko-Stuhler Eva, Luckner Felix, Kirchmeir Katharina, Augustin Peter, Mauch Harald, Wagner Fabio, Schönemann Andreas, Salzger Markus, Schimming Hartmut, Lang Uwe, Feldbaues Hans.Auf die Liste der Kreistagskandidaten schafften es Reinhard Pentz(31), Wolfgang Pentz(63) und Stiegler Michael(47).

Harald Mauch sorgte für die Fototermine und konfigurierte und besorgte die Plakate und den Wahlflyer. In konzentrierter Aktion waren die durchaus gelungenen Plakate ausgebracht.

In 10 Veranstaltungen stellten sich die Kandidaten in Dinkelscherben und allen Ortsteilen vor, teilweise begleitet von Florian Wamser, dem SPD Landratskandidaten.

Die Wahl am 15.März fiel für uns ernüchternd aus. Nur 2 Kandidaten schafften es in den Gemeinderat, Reinhard Pentz und Hans Marz, zwei erfahrene Markträte. Die „Grünen“, erstmals angetreten schafften auf Anhieb drei Sitze, dies ging bedauerlicherweise zu unseren Lasten.

Leider war es uns trotz aller Bemühungen nicht gelungen, einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. Deshalb entschlossen wir uns, den Kandidaten der „Freien Wähler“ Herrn Weil zu unterstützen. Herr Markus Weil konnte leider Krankheits- und Corona geschuldet nur wenige Termine vor Ort wahrnehmen und die

Stichwahl fand letztendlich zwischen Ulrich Fahrner (CSU) und Edgar Kalb (UW) statt. Herr Kalb konnte die Stichwahl mit 54,8% der Stimmen für sich entscheiden, also etwas mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen.  Zweiter Bürgermeister wurde Ulrich Fahrner(CSU), dritter Bürgermeister Peter Kraus(FW).

SPD und ÖDP schlossen sich zu einer Fraktionsgemeinschaft zusammen, so konnte sichergestellt werden in den Ausschüssen vertreten zu sein. Reinhard Pentz wurde zum Vorstand der Rechnungsprüfung ernannt.

Monatsversammlungen

Bei den Monatsversammlungen berichten Reinhard Pentz oder betroffene Gemeinderäte über die aktuelle Kommunalpolitik. Zugleich wird bei jeder Veranstaltung ein Thema im Rahmen eines Vortrags diskutiert. Im Juli referierte unser Mitglied Uwe Lang über die Auswirkung von Corona auf Börse und Wirtschaft. Im August machte uns Eric Mauch die Kartierung des Häderer Moores verständlich. Im August hielt Wolfgang Pentz einen Power Point gestützten Vortrag über seinen Einsatz als internationaler Hygienefachmann in Mozambique nach dem verheerenden Zyklon Idai 2019 und die Errichtung eines Corona Hilfskrankenhauses uns seine Verantwortlichkeit dafür in Wörth, Landkreis  Germersheim. wurde die Vorbereitung getroffen für ein öffentliches Referat von Raimund Kamm im Hinblick auf den geplanten Windpark im Ettelrieder Forst.

Die Jahreshauptversammlung am 28.September in Anwesenheit der SPD Kreisvorstandschaft stand im Zeichen des Abschieds verdienter Gemeinderäte/innen. Nach dem Rechenschaftsbericht des Vorstands Reinhard Pentz und dem Kassenbericht des Kassenwartes Rochus Stiegler wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet. Im Anschluss dankte der Vorstand den nach der Wahl ausgeschiedenen Markträten/innen. Hans Marz, Michael Stiegler und Eva Madalenko-Stuhler für ihr Engagement und die gute Arbeit in den vergangenen Legislaturperioden und bedachte sie mit einem Präsent Besonderer Dank galt der langjährigen Rätin und dritten Bürgermeisterin Annette Luckner, die nicht mehr zur Wahl stand, da sie sich um einen Bürgermeisterinnenposten in Peiting zur Wahl stellte. Auch Harald Mauch gebührte großer Dank für die organisatorische Leistung zur abgelaufenen Kommunalwahl. Als Delegierte zur Kandidatenaufstellung zur kommenden Bundestagswahl wurden Reinhard Pentz und Hans Feldbauer gewählt.

Verkehr

SPD Mitglieder führten im Januar eine Verkehrszählung durch, mit dem Ziel ein oder zwei neue Fußgängerüberwege vom Straßenverkehrsamt genehmigt zu bekommen. Einen über die viel befahrene Marktstraße in Höhe Einmündung Schützenstraße, und einen über die Augsburger Straße im Bereich des Friedhofs, Einmündung Mödishofer Straße.  Der erhebliche und mit der Zählung nachgewiesene motorisierte Verkehr führte zur Errichtung des Zebrastreifens in der Marktstraße im Oktober. So ist der Schulweg für viele Kinder sicherer geworden. 

Auf Anregung von Reinhard Pentz stimmten Bürgermeister und Gemeinderäte bereits 2019 dafür, die Nebenstraßen zu 30 km/h Zonen zu machen. Die Tempo 30 Zonen wurden beschlossen.  Im Oktober beantragte die SPD die Ausweitung der Zone auch auf die Mühlanger Straße, Mühlenweg und Mödishofer Straße.

Nach wie vor steht der Ausbau der Bahntrasse auf der Agenda. Ein sich seit vielen Jahren hinziehendes Dauerthema. Auch in 2020 konnte keine Lösung gefunden werden. Inzwischen stehen mehrere Trassen zur Diskussion und das Thema wird uns noch längere Zeit begleiten.

Als Verbesserung im Nahverkehr kann die Verlängerung der Buslinie 507 gewertet werden. Endstation ist nicht mehr Häder, sondern Bahnhof Dinkelscherben.

Windkraftanlagen

Kein Thema beschäftigte die Gemeinde in diesem Jahr mehr. Auch weil eine breite Protestbewegung in Ettelried entstand. Bereits im Mai 2018 war bekannt, dass im Ettelrieder Forst eine Windparkanlage entstehen soll. Caspar von Schnurbein setzte Bürgermeister Kalb davon in Kenntnis. Im Mai 2020 informierte die Firma Juwi in Person von Alexander Bromberger die Gemeinde und die einzelnen Fraktionen über die Planung eines Winparks mit zehn Windrädern.

SPD und ÖDP wurde in die Details der Planung am 28.7. „eingeweiht“. Nach Aussagen von Herrn Bromberger wurde die Fläche im Forst vom Naturparkverein nach Jahren der Untersuchung als geeigneter Standort für einen Windpark eingestuft. Die Planungshoheit liege aber bei der Gemeinde, da der Abstand der 250m hohen Windräder teilweise unter der bayerischen 10H Grenze liege. Der Abstand betrage etwa 8H. Es würden alle Bestimmungen über Schall, Schatten und Vogelschutz erfüllt und eingehalten. Auswirkungen auf das Grundwasser würden genau geprüft und das Blinken würde nur bei Annäherung eines Flugobjektes eingeschaltet. Die Kosten für eine spätere Entsorgung wird hinterlegt. Sitz des Betriebes werde die Gemeinde Dinkelscherben, wohin auch die anfallenden Gewerbesteuern und sonstigen Vertragsgelder fließen werden. Eine Bürgerbeteiligung sei erwünscht. Ab einen Anteil von € 2500.- könne sich jeder Bürger beteiligen. Voraussichtliche Rendite sei 5%. JUWI wolle in mehreren Veranstaltungen die Öffentlichkeit informieren. Die Corona Situation mit Vesammlungseinschränkungen machte diese geplanten Infoveranstaltungen zunichte. Gründlicher Informationen von Windparks in Villersbronn, Mönchsroth, Geislingen und Flachslanden, verbunden mit Gesprächen von Anwohnern und Vorstellung der Windparks durch Bürgermeister und Projektleitern vermittelte ein abgerundetes Bild. Der Abstand der Windräder zur Ortschaft ist jeweils weit unter 10H, meist bei 4H. Keiner der befragten Anwohner beklagte Gesundheitsschäden oder Lärmbelästigung. Auch der Schattenwurf spielte keine Rolle. Der Windpark in Flachslanden ist ein reiner Bürgerwindpark und wird weiter ausgebaut, zur Zufriedenheit der Bewohner, auch der Anwohner, die vorher klagten.                                                                            Raimund Kamm, Landesvorsitzender Bayern des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. hielt am 23.September  auf unsere Einladung einen Vortrag: „Die Rolle der Windkraft in unserer Energieversorgung“ Der  Pfarrsaal war mit den vorgeschriebenen Abständen bestuhlt, alle Plätze waren belegt. Nach dem Vortrag gab es noch eine ausführliche Diskussion.

Die SPD/ÖDP Fraktion hat sich festgelegt und präferiert den Ausbau im Sinne eines Bürgerwindparks. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 17.11. beschloss der Gemeinderat mit 17:2 Stimmen vorerst nichts zu unternehmen. Dabei hätte die Gemeinde mit einem Bebauungsplan alle Fäden in der Hand, was die Gestaltung des Windparks zu Gunsten des Ortes betrifft.

Wir würden uns einen Bürgermeister wünschen, der sich aktiv in die Ausgestaltung der Anlagen in einen Bürgerwindpark einbringt.

Gemeinsam mit den „Grünen“ starteten wir ein „Forum Energiewende Dinkelscherben“ um ein Gegengewicht zu der ablehnenden und lautstarken Ettelrieder Gruppe zu bilden.

Ausschüsse

Reinhard Pentz : Ausschuss für Bau-Energie und Umwelt, Ausschuss für Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und                                                         Hochwasserschutz, Rechnungsprüfungsausschuss (Vorsitzender)

Hans Feldbauer:  Haupt und Finanzausschuss

Hans Marz:           bis zu seinem Ausscheiden im Bau-Energie und Umweltausschuss.

Bäume:

Immer wieder gab es und gibt es Auseinandersetzungen um die Notwendigkeit diverser Baumfällungen. Da der Marktrat Martin Fischer zum Baumbeauftragten wählte, besteht die Hoffnung, dass zukünftig Konflikte vermieden werden

Kindergärten:

Die in den letzten Jahren extrem in die Höhe geschossenen Zuschüsse für die Kindergärten bereiten der Gemeinde finanzielle Probleme. Eine Lösung ist derzeit noch nicht in Sicht. Der Kindergarten in Reischenau hat seinen Betrieb eingestellt. Für die dort betreuten Kinder musste eine schnelle Lösung gefunden werden. Der Kindergarten ST. Anna hat dankenswerter Weise geholfen und eine Notgruppe eingerichtet. Bis zur Fertigstellung des Kindergartens in Oberschöneberg ist 2022 zu rechnen.

Nachrücker:

Hans Marz, langjähriger Marktrat legte zum Ende Juli sein Mandat aus gesundheitlichen Gründen nieder. Nachfolger Hans Feldbauer wurde im September in sein neues Amt mit Vereidigung eingeführt.

Schule:

Bei sinkender Schülerzahl unserer Mittelschule mit gleichzeitig steigender Anzahl an Dinkelscherber Schülern, die z.B.  die Mittelschule Fischach besuchen, droht die Schließung von Schulklassen. Eine Lösung im Rahmen des Schulverbandes ist noch nicht in Sicht.

Wasser/ Abwasser:

Nach intensiven und langwierigen Sanierungsmaßnahmen konnte die am 6.Juni 2018 angeordnete, sehr  kostenintensive Chlorung des Trinkwassers am 29.6.2020 beendet werden. Im Zusammenhang mit den gestiegenen Kosten der notwendig gewordenen neuen Brunnenanlagen und der nicht vorhersehbaren, langwierigen Trinkwasserchlorung beschloss der Gemeinderat eine deutliche Erhöhung der Wasser- und Abwassergebühren, sowie der Grundgebühren mit 18:2 Stimmen. Wir konnten eine sozial verträglichere Lösung nicht durchsetzen.

Eine neu aufgetretene Verkeimung konnte dem Hochbehälter Saulach zugeordnet werden. Eine erneute Chlorung des Trinkwassers konnte verhindert werden. In rekordverdächtiger Zeit konnte die keimfreie Trinkwasserversorgung von Saulach, Oberschöneberg und Ettelried wieder hergestellt werden.

 

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