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Noch gibt´s (fast) alles :

Lokalpolitik

SPD Dinkelscherben befasst sich mit Handel und Gewerbe vor Ort

Dinkelscherben. „Wie lange gibt´s noch was in Dinkelscherben?“ So lautete der Titel einer Veranstaltung des SPD-Ortsvereins, die sich mit den Themen Arbeit und Wirtschaft, Gewerbe und Handel sowie Industrie und Handwerk befasste. SPD-Gemeinderat Rochus Stiegler berichtete eingangs aus seiner persönlichen Sicht als selbstständiger Gewerbetreibender. „Tatsache ist“, so Stiegler, „in Dinkelscherben gibt es fast alles“. Und fügte das Wörtchen „noch“ hinzu.  Tatsache sei nämlich auch, so Stiegler, „dass es nicht einfacher wird, in dem Haifischbecken Handel und Gewerbe zu überleben“.

Im Ort leben die örtlichen Händler in erster Linie von der Stammkundschaft. Die Laufkundschaft kauft in der Regel anderswo. Rochus Stiegler ist seit 20 Jahren im Getränkehandel tätig und sieht die Entwicklung mit Sorge: „Wenn manche Geschäfte viele Getränke weit unter dem Einkaufspreis verkaufen, nur um den Kunden anzulocken, dann verstehe ich die Welt nicht mehr“. Da sei halt nicht alles Gold was glänze. Annette Luckner, die SPD-Bürgermeister-Kandidatin, pflichtete ihrem Partei-Kollegen im Marktrat bei: „Die Lage bei uns ist gut, was das Baugewerbe und die Grundversorgung angeht. Aber was ist damit in 20 Jahren?“ Oft fehlten in den Familienbetrieben die Nachfolger, zudem nehmen die Mitglieder im heimischen  Gewerbeverband ab. Einige anwesende Geschäftsleute monierten den fehlenden Zusammenhalt innerhalb des Gewerbeverbands. „Das ist auch ein drängendes Thema in Hinblick auf die geplante Gewerbeschau im Herbst 2014“, sagte Willi Zimmermann,  Optiker in Dinkelscherben.

Zusammen haben die Teilnehmer einige wichtige Punkte herausgearbeitet, die es künftig anzupacken gilt. Das fehlende dritte Gleis bis Dinkelscherben ist eines der drängendsten Probleme.  Dann gelte es aus dem von der Gemeinde gekauften Bahnhof etwas Ordentliches zu machen. „Hier ist das heimische Handwerk bald stark gefragt“, so die SPD-Ortsvereinsvorsitzende. Auch die Versorgung mit schnellem Internet ist wichtig, ebenso die Ansiedelung neuer Betriebe und die Bereitstellung passender Gewerbeflächen. Im Ort vermissen die Bürger einen Drogeriemarkt und zusätzliche Gastronomie mit einem Veranstaltungssaal.  „Wir werden das alles ganz genau verfolgen, aber nicht nur mit vielen Worten vor der Wahl sondern mit Wort und Tat auch hinterher“, versprach Annette Luckner. Die SPD hat sich bereits vor einigen Wochen mit einer attraktiveren Nutzung des Festplatzes beschäftigt. Dort könnte neben einem Weidenzelt auch ein Wasserspielplatz entstehen.

Rochus Stiegler appellierte an alle Bürger: „6500 Einwohner verfügen über viel Kaufkraft. Wir müssen so viel wie möglich davon hier behalten. Wer nur online einkauft, schwächt den Handel vor Ort und dann gibt es bald nicht mehr viel in Dinkelscherben.“

 

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