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SPD setzt weiter auf ein Konzept zur Straßensanierung :

Ortsverein

Wenn die Gemeinde eine Straße erneuert, dann wird es schnell teuer für die Anwohner. Straßenausbaubeitragssatzung nennt sich das Instrument, das den Bürger bei reinen Anliegerstraßen mit 80 Prozent der Kosten belastet. Es gibt aber durchaus günstigere Alternativen. Davon überzeugte Jürgen Spahl, Bürgermeister von Rednitzhembach, Markträte, die Bürgerinitiative zur Straßensanierung und interessierte Dinkelscherbener bei ihrem Besuch in der mittelfränkischen Gemeinde.

Gemeinderat Reinhard Pentz schilderte in der Monatsversammlung der SPD-Dinkelscherben seine Eindrücke der Studienfahrt: Auch Rednitzhembach habe eine Straßenausbaubeitragssatzung beschlossen, doch komme diese dort selten zur Anwendung. Statt einer grundlegenden Sanierung strebe man dort die Reparatur der Straße an; dann gelte die Rechtsvorschrift nicht und die Kosten würden nicht auf den Bürger umgelegt. Und dennoch entstünden für die Gemeinde keine Mehrkosten: eine Reparatur sei auch für die Gemeinde günstiger als die 20 Prozent bei einer Komplett-Sanierung, so Pentz.

Ein Jahr vor den Bauarbeiten informiere die Gemeinde die Bürger, um auch auf Wünsche der Bevölkerung eingehen zu können. Auch würden Energieversorger und Telekommunikationsunternehmen kontaktiert, damit die Straßendecke möglichst lange geschlossen bleibe. Vorausgesetzt Kanal und Wasserleitungen sind in Ordnung, werde der alte Straßenbelag abgefräst und neu asphaltiert. Auch Straßen, deren Unterbau nach heutigen Maßstäben zu dünn sei, würden so erneuert. Nach 30 oder mehr Jahren sei der Untergrund festgefahren, da rühre sich nichts mehr, so die Theorie Spahls.

Das sollten wir in Dinkelscherben in jedem Fall ausprobieren, so die einhellige Meinung der Genossen und Gäste nach angeregter Diskussion. Dabei sei aber gerade ein Straßenkonzept hilfreich, das die SPD-Fraktion schon im Oktober vergangenen Jahres im Gemeinderat gefordert hatte.

Im Anschluss berichtete Reinhard Pentz noch aus der Dinkelscherber Gemeindepolitik. Besonders umstritten: die neue, alte Behelfsbrücke über die Zusam. Auch in der Monatsversammlung gingen die Meinungen da weit auseinander. „Die Brücke war ein echter Segen für die Bevölkerung“, so Ehrenbürger Luis Langenmair. Gerade die direkten Anwohner aber sehen das Projekt kritisch: „Ich habe mir die Entscheidung im Gemeinderat wirklich nicht einfach gemacht, aber am Ende habe ich dagegen gestimmt“, so Pentz. Als Anwohner habe er erlebt, dass die Brücke und der Verkehr durch die engen Straßen an der Zusam für viele eher Belastung als Bereicherung war.

Die Veranstaltung schloss Harald Mauch mit Einladungen für die nächste Monatsversammlung am 22.07.2015 und für das Sommerfest der SPD-Dinkelscherben am 22.08.2015 beim Kempter in Fleinhausen.

 

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