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SPD will Gehälter von Topmanagern deckeln :

Bundespolitik

Der Dinkelscherbener Finanzexperte Uwe Lang (rechts) prangert seit Jahren die viel zu hohen Gehälter der Topmanager an.

Warum sollte jemand eine Million Euro im Monat für seine Arbeit bekommen? Noch dazu, wenn er etwas leistet, was viele andere auch können und wenn er nicht einmal erfolgreich sein muss mit dem, was er tut?

Diese Fragen diskutierte der Dinkelscherbener Finanzexperte Uwe Lang mit den Zuhörern auf der Monatsversammlung der SPD. Gegenseitig spielt man sich gut dotierte Posten zu, gegenseitig wählt man sich in Aufsichtsräte, die Mehrheitsverhältnisse in den Dax-Unternehmen lassen kaum eine Kontrolle zu. So beschreibt Lang die gängige Praxis, die dazu führt, dass Topmanager unvorstellbar hohe Summen verdienen – als Angestellte in Unternehmen. Das 350-fache des Durchschnittsverdienstes ist keine Seltenheit. „Diese Menschen holen sich frech das Geld und plündern die Unternehmen aus“, kritisiert Lang die Situation in Aktiengesellschaften. Deshalb fordert der pensionierte Pfarrer, eine Gehaltsgrenze festzulegen. Sein Vorschlag: Die Managergehälter in Aktiengesellschaften dürfen einschließlich der Boni nicht mehr als das Zwanzigfache des Durchschnittsgehaltes aller Beschäftigten des Unternehmens betragen. Dieser Forderung schlossen sich auf der Versammlung alle Zuhörer an. Eine Million Euro pro Monat zu verdienen, sei mit sozialdemokratischen Grundsätzen nicht vereinbar, darüber herrschte Einigkeit. Der SPD-Ortsverein Dinkelscherben wird für den nächsten Bundesparteitag der Sozialdemokraten das Ergebnis des Abends als Antrag formulieren. Diese Möglichkeit, sich „auf höherer Ebene“ in die politische Diskussion einzubringen, nutzt der Ortsverein immer wieder. Erst kürzlich war ein Antrag auf dem Landesparteitag in Germering mit im Antragsbuch enthalten. Darin ging es um das große Thema Rekommunalisierung.

 

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