Windkraftanlagen und 10H Regelung

Veröffentlicht am 26.08.2020 in Umwelt

Unbestritten ist, zur Verhinderung übermäßiger Erderwärmung sind alle Anstrengungen zu unternehmen und dazu gehört die Energiewende. Kein Abbau mehr von Braunkohle mit den damit verbundenen Umweltzerstörungen bis hin zum Vernichten ganzer Orte.

 Nun soll in unserer Nähe ein „Windpark“ entstehen mit bis zu 10 Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von jeweils 250m. Verständlicherweise erregt dies Widerstand. Speziell in Ettelried machen sich Ängste breit um Lärmbelastung und Minderung der Eigentumswerte von Haus und Hof.

Deswegen habe ich mich mit meiner Frau auf den Weg gemacht, um bei Anwohnern, die weniger als 8H von Windkraftanlagen entfernt wohnen nachzufragen, wie der Belästigungsfaktor denn sei.

 Unser Weg führte uns zunächst nach Villersbronn, nahe Dinkelsbühl. Hier stehen 4 Windkraftanlagen mit einer Höhe von 200m. Die Entfernung zum Ort beträgt 800m, also 4H.

Es war mittlere bis leichte Windstärke, die Rotoren kreisten in unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

Beim Herangehen an die Anlagen konnten wir ein leises Geräusch ab etwa 500 m Entfernung wahrnehmen. Selbst unmittelbar unter der Anlage war nur ein leises Geräusch zu vernehmen. Laut zu hören war eigentlich nur ein vorüberfliegendes Kleinflugzeug weit oben.

Ein Anwohner beantwortete meine Frage nach dem Störfaktor Windkraftanlagen in der 4H Entfernung. Er sagte uns, Geräusch höre man nur selten bei entsprechender Windlage, jedoch sei es nicht so laut, dass es als störend empfunden werde. Mit Geräuschstörung hätten sie im Ort kein Problem. Eines der Windräder werfe schon mal Schatten, je nach Sonneneinstrahlung kurz vor Sonnenuntergang mit der Dauer von ½ bis 1 Stunde und wäre nicht weiter problematisch.

Die nächste Station war Mönchsroth, ebenfalls nahe Dinkelsbühl, ebenfalls in Bayern. Hier ist ein großes Neubaugebiet ebenfalls im 4H Abstand zu einer Windkraftanlage. Eine Hausbesitzerin am nächsten Punkt zur Anlage gab uns freundlich Auskunft. Schatten haben sie gar nicht, da der Standort der Anlage so gewählt ist, dass kein Schattenwurf das Gebiet treffe. Geräuschstörung muss sie verneinen, manchmal sei nachts ein leises Geräusch der Anlage hörbar, störe aber gar nicht, ist nicht so intensiv, dass es Schlafstörung verursache. Über einen Wertverlust der Häuser durch die Windkraftanlage könne sie nur lachen. Auf dem angrenzenden Grundstück wird gerade von ihrem Sohn ein neues Haus gebaut. Er bestätigt die Angaben seiner Mutter. Sie wüssten auch niemand in der Neubausiedlung, der wegen der Anlagen krank sei. Wir dürften sie gerne wieder besuchen.

 Fazit: Es gibt Windkraftanlagen mit einem 4H Abstand in Bayern. Die Anwohner fühlen sich nicht, oder nur im geringen Ausmaß gestört, keinesfalls belästigt. Im Gegenteil, die Bauplätze waren sehr schnell vergriffen. Wo kein störender Schall ist, ist auch kein störender Infraschall.

Bei der Heimfahrt bogen wir noch ab zum Hesselberg bei Wassertrüdingen. Eine Erhebung am Rand des Rieskraters. Von oben hat man einen herrlichen Rundumblick und viele Windkraftanlagen sind in der Ferne erkennbar. Wenn wir die Energiewende wollen und unseren Beitrag leisten wollen, die Erderwärmung zu bremsen, dann werden wir uns an den Anblick gewöhnen müssen. Unsere Nachkommenden werden es, meiner Meinung nach als Normalität betrachten. Unsere Kindeskinder sollen nicht fragen, warum wir denn nicht oder zu wenig zur Energiewende beigetragen haben.

 

Bericht: Hans Feldbauer

 

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