Windkraftführung „Bürgerwind“ Flachslanden

Veröffentlicht am 28.10.2020 in Umwelt

Führung Bürgerwindpark Flachslanden

Auf Initiative und Organisation von Hans Feldbauer fuhren Bgm.  Kalb, einige Gemeinderäte und einige interessierte Bürger am 24.10.2020 nach Flachslanden, einem Markt nördlich von Ansbach um sich dort über den Bürgerwindpark zu informieren.

Bürgermeister Hans Henninger, Bürgermeisterin Renate Hans und der Geschäftsführer der Bürgerwind GmbH, Herr Zeilinger, empfingen uns freundlich und luden uns in die Schulturnhalle ein um in Corona bedingten Abständen uns, Power Point unterstützt, die Anlage von der Planung bis zum heutigen, erfolgreichen Betrieb vorzustellen. Die Planung mit allen Details und Schwierigkeiten dauerte fünf Jahre, errichtet waren die vier Anlagen in fünf Monaten und gingen 2015 in Betrieb.

Im Vergleich zu dem hier in Dinkelscherben angedachten Windpark gibt es durchaus Parallelen, jedoch auch grundlegende Unterschiede.

Unterschiedlich ist die Herangehensweise. In Flachslanden wurde der Windpark vom Bürgermeister als Projekt zur Energiewende initiiert und vorangetrieben. Fünf Gemeinden fanden sich zusammen, um gemeinsam ein Bürgerkonzept zu erarbeiten und in Informationsveranstaltungen den Bewohnern der Orte nahezubringen. Von Anfang an war die Erstellung des Windparks als reiner Bürgerwindpark geplant. Ein Investor von außerhalb war nicht vorgesehen.

Gemeinsam mit dem Vorhaben in Dinkelscherben ist die Errichtung in einem als Naturpark ausgewiesenem Waldgelände. Gemeinsam ist die Unterschreitung der 10H Regelung. Zwei Ortsteile haben lediglich einen 4H Abstand (bei Ettelried wären es 8H).  Auch gab es hier abstandsbedingt massive Proteste von Bürgern der Ortsteile mit den 4H Abständen. Ja es wurden sogar Klagen eingereicht, um den Ausbau zu verhindern.

Nach der Vorstellung des Projektes fuhren wir in die zum Windpark nächstgelegenen Gemeinden um mit Bürgern zu sprechen, die vor Baubeginn massiv dagegen waren, ja einer davon war sogar Kläger gegen die Errichtung. Übereinstimmender Konsens der Befragten war die nicht vorhandene Geräusch- und Schattenbelästigung, es sei auch niemand, weder Mensch noch Tier, durch den Betrieb der Windkraftanlagen krank geworden. Es herrsche wieder Ruhe. Zufriedenheit habe sich breit gemacht. Bei weiterem Ausbau des Windparks würden sich jetzt auch die meisten finanziell beteiligen. Ein Investor berichtete, dass seine Einlagen bereits nach 5 Jahren zu 72% wieder erwirtschaftet wurden. Das deckt sich mit den Aussagen der Geschäftsführung.

In der Diskussion mit Bürgermeister/in und Geschäftsführer wurde verdeutlicht, wichtig sei eine völlig transparente Einbeziehung der Ortsbewohner. Das Abwandern des Geschäftssitzes bzw. Verkaufen der Anlage könne durch einen Bürgerwindpark verhindert werden und wahrscheinlich auch die Kosten reduziert werden. Verschiedene Beteiligungsmodelle wurden diskutiert und auch die Kosten der Anlagen.

Zum Abschluss konnten wir noch ein „Windrad“ von innen besichtigen und die Steuerungseinheiten wurden uns erklärt. Da bei gutem Wind die Anlage auf Volllast fuhr, waren wir verwundert, wie gering der Geräuschpegel in unmittelbarer Nähe war. Zur Demonstration wurde die Anlage abgestellt. Das nahegelegene nächste Windrad – Abstand 1H - war noch als leises Geräusch hörbar.

Die interessante Führung und Demonstration des NorA Bürgerwindparks regt sehr zum Nachdenken an. Wie wird e es möglich, das bei uns vorgesehene  Projekt zum Vorteil aller zu gestalten?

HF

 

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